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Wahlversammlung ausgesetzt

Die Wahlversammlung am Samstag, 23.11.2019 fällt aus. Das Dekret zur Aussetzung der Wahl ging den Mitgliedern des Wahlausschusses am 22.11.2019 als Email zu. Weitere Informationen wurden auf der Homepage des Bistums veröffentlicht.

Hintergrund:

Die "Kongregation für den Klerus" hat den Vollzug des "Gesetzes zur Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode 2013-2016" ausgesetzt. So soll eine sorgfältige Durchsicht und Prüfung des Gesetzes ermöglicht werden. Hintergrund der Prüfung ist erstens der Antrag "einiger Gläubiger aus dem Bistum Trier, die Übereinstimmung der genannten teilkirchlichen Normen mit den gesamtkirchlichen Gesetzen zu prüfen" (Schreiben der congragatio pro cleris vom 21.11.2019). Zweitens hat die Priestergemeinschaft Unio Apostolica Trier eine hierarchische Beschwerde gegen das Gesetz eingelegt. Das Schreiben begründet die Aussetzung des Gesetzesvollzugs mit zwei weiteren kirchenrechtlichen relevanten Sachverhalten: Erstens hat die geplante Reform erhebliche Konsequenzen für das kirchliche Leben. Das stellt einen schwerwiegenden Grund dafür dar, die Reform bis nach Prüfung des Sachverhaltes ruhen zu lassen. Zweitens ist mit der Aussetzung des Gesetzesvollzugs das Heil der Seelen im Bistum Trier nicht gefährdet.

Was ist eine hierarchische Beschwerde?

Eine hierarchische Beschwerde ist eine Beschwerde gegen ein Verwaltungsdekret beim "hierarchisch Oberen", der nächsthöheren Instanz. Da der Bischof von Trier das Gesetz erlassen hat, entspricht das Vorgehen Priestergemeinschaft dem "ordentlichen" Beschwerdeweg. Das stellt das Schreiben der "Kongregation für den Klerus" explizit fest.

Was bedeutet "Aussetzung des Vollzugs"?

Die Aussetzung des Gesetzesvollzugs dient dem Suchen nach einer friedlichen Lösung. Sie ermöglicht, dass die Anträge und der Gesetzestext in Ruhe geprüft werden können. Das Gesetz ruht, es ist nicht ungültig, darf aber auch nicht angewendet werden. Darum darf auch nichts umgesetzt werden, was nicht durch ein anderes Gesetz möglich ist und ohne Weiteres rückgängig gemacht werden kann. Streit soll vermieden werden.

Unsere Kandidatinnen und Kandiadten

Der Wahlausschuss hat am Mittwoch, den 13.11.2019 getagt und die Kandidatenliste erstellt. Insgesamt stellen sich 41 Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl, 25 für die Pastoralkammer und 16 für die Vermögenskammer.

Die Wahl für den Ersten Rat der Pfarrei wird ausnahmsweise nicht als Urwahl, sondern als Wahl in einer Wahlversammlung durchgeführt. Wahlberechtigt sind alle stimmberechtigten Mitglieder der amtierenden PGRs, Kirchengemeinderäte und Verwaltungsräte.

Diese Wahlversammlung findet am 23.11.2019 ab 12.00 Uhr in der Kirche St. Anna in St. Wendel statt. Schon ab 10.00 Uhr hat die Öffentlichkeit Gelegenheit, die Kandidatinnen und Kandidaten persönlich kennenzulernen.

Aktueller Stand

Die Pfarrei der Zukunft St. Wendel wird zum 1.1.2020 errichtet werden. Sie besteht aus den bisherigen Pfarreiengemeinschaften Freisen-Oberkirchen, Oberthal-Namborn und St. Wendel.

Geplant ist zudem, die bisherige Kirchengemeinde Wolfersweiler entsprechend der kommunalen Grenzen aufzuteilen. Menschen, die in der Zivilgemeinde Freisen leben, sollen territorial der Pfarrei der Zukunft St. Wendel zugeordnet. Jene, die in der Zivilgemeinde Nohfelden sollen, werden der Pfarrei der Zukunft Tholey zugeordnet.

Um einen gewissen Rechtsrahmen zu schaffen, hat Bischof Dr. Stephan Ackermann das Erste Gesetz zur Umsetzung der Synodenergebnisse am 15. Oktober 2019 erlassen. Vorausgegangen waren ein Anhörungsverfahrens der kirchlichen Gremien und die Vorlage zur Stellungnahme bei den Landesregierungen von Rheinland-Pfalz und dem Saarland. In den nächsten Wochen werden die Räte der Kirchengemeinden noch zum Errichtungsdekret angehört werden.

Als nächstes großes Projekt steht die Vorbereitung der Wahl des "ersten Rates der Pfarrei" in den 15 Pfarreien an, die zum 1.1.2020 errichten werden sollen. Außerdem können sich ab sofort Gruppen, Kreise, Projektinitiative uvm. als "Orte von Kirche" anerkennen lassen.

Eckdaten

Hier leben (Stand: August 2017) 26.816 Katholiken auf einer Fläche von 233 km² - und zwar im Gebiet der Gemeinde Freisen, der Verbandsgemeinde Kusel (teilweise), der Gemeinden Namborn, Nohfelden (teilweise) und Oberthal und der Stadt St. Wendel (teilweise)

Karte als PDF - Bistumsatlas interaktiv